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Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf

Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch

Stand:

Das Wichtigste in Kürze

Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf umfassen Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler. Den größten Posten bestimmt das Bundesland, der Rest folgt festen Gebühren. Stellen Sie vor jeder Zusage alle Nebenkosten auf und decken Sie sie aus Eigenkapital.

Kaufnebenkosten werden beim Immobilienkauf oft unterschätzt. Der Blick richtet sich auf den Kaufpreis und die Finanzierung. Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuchamt und Makler kommen hinzu. Zusammen erreichen sie schnell einen hohen fünfstelligen Betrag.

Diese Kosten sind kaum verhandelbar. Steuer und Gebühren folgen festen Regeln. Banken finanzieren den Gesamtaufwand selten vollständig. Wer die Nebenkosten nicht einplant, gerät schon vor dem Einzug in eine Finanzierungslücke.

Kaufnebenkosten im Überblick

Direkt mit dem Erwerb verbunden sind vier Posten:

Hinzu kommen Kosten der Finanzierung, vor allem für die Grundschuld bei Notar und Grundbuchamt. Nach dem Gesetz trägt der Käufer die Kosten der Beurkundung, der Auflassung und der Eintragung. Die Löschung alter Belastungen zahlt der Verkäufer. Abweichende Regeln im Vertrag sind möglich.

Grunderwerbsteuer als größter Posten

Den Steuersatz legt jedes Bundesland selbst fest. Laut einer Übersicht von Haufe lag er 2025 zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Den niedrigsten Satz hatte Bayern. Den Höchstsatz erhoben Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein.

Bei 400.000 Euro Kaufpreis zahlen Sie in Bayern 14.000 Euro. In Nordrhein-Westfalen sind es 26.000 Euro. Bemessungsgrundlage ist die Gegenleistung. Dazu zählen auch übernommene Belastungen und Rechte wie ein Wohnrecht. Gleiches gilt für Kosten des Verkäufers, die der Käufer übernimmt.

Mitverkauftes Zubehör ist steuerfrei. Weisen Sie seinen Wert deshalb gesondert im Vertrag aus. Erst nach Zahlung erteilt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung. Ohne sie trägt das Grundbuchamt Sie nicht als Eigentümer ein.

Steuerschuldner sind Käufer und Verkäufer. Das Finanzamt wendet sich meist zuerst an den Käufer. Fällig ist die Steuer einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids.

Haben Sie Fragen zu den Kaufnebenkosten Ihres Erwerbs?

Sie schildern Ihren Fall zu den Kaufnebenkosten Ihres Erwerbs und erfahren, welcher Schritt jetzt der richtige ist.

Notar- und Grundbuchkosten

Notare und Grundbuchämter rechnen nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz ab. Die Gebühren sind gesetzlich festgelegt. Vereinbarungen über ihre Höhe sind unwirksam. Grundlage ist der Geschäftswert, beim Kauf also der Kaufpreis. Bei der Grundschuld zählt ihr Nennbetrag.

Jede Tätigkeit löst eine eigene Gebühr aus:

Gegenüber Notar und Finanzamt haften Käufer und Verkäufer gemeinsam. Die Verteilung im Vertrag gilt nur zwischen den Parteien. Mehrkosten trägt, wer sie veranlasst, bei Löschungen meist der Verkäufer.

Maklerprovision bei Wohnungen und Häusern

Die Höhe der Provision ist frei verhandelbar. Üblich sind je nach Region 3 bis 6 Prozent zuzüglich Umsatzsteuer. Sie wird fällig, sobald der Kaufvertrag wirksam ist.

Seit dem 23. Dezember 2020 gelten Sonderregeln beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses durch Verbraucher. Lässt sich der Makler von beiden Seiten bezahlen, zahlen beide gleich viel. Muss der Käufer die Provision des Verkäufers übernehmen, höchstens zur Hälfte. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gelten diese Grenzen nicht. Lassen Sie sich die Provisionsvereinbarung vor jeder Besichtigung schriftlich geben.

Kaufnebenkosten finanzieren und absetzen

Planen Sie die Nebenkosten aus Eigenkapital ein. Banken verlangen in der Regel einen Eigenanteil und finanzieren nicht den vollen Gesamtaufwand. Setzen Sie für jeden Posten einen eigenen Betrag an.

Bei vermieteten Objekten unterscheidet das Steuerrecht zwei Gruppen. Die direkten Nebenkosten erhöhen die Anschaffungskosten. Soweit sie auf das Gebäude entfallen, schreiben Sie sie mit ab. Kosten der Finanzierung, etwa für die Grundschuld, sind sofort als Werbungskosten abziehbar.

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Fazit zu den Kaufnebenkosten

Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler machen einen großen Teil des Gesamtaufwands aus. Den größten Posten bestimmt das Bundesland. Die übrigen Kosten folgen festen Gebührenordnungen oder klaren gesetzlichen Grenzen.

Erstellen Sie vor jeder Kaufzusage eine Aufstellung aller Nebenkosten und decken Sie diese aus Eigenkapital.

Herzliche Grüße
Dominik Eller & Christina Fischer

Christina Fischer
Christina Fischer
Immobilienfachwirtin (CCA)
30+ Jahre Praxis in internationaler Dienstleistung: Immobilien, Fünf-Sterne-Hotellerie, IT-Sicherheit.
Key Accounts in EMEA, DAX und Lateinamerika. ITIL-zertifiziert.

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Dominik Eller, Fachwirt der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (IHK)
Dominik Eller
Fachwirt der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (IHK)
30 Jahre Praxis in Dienstleistung, Immobilienwirtschaft, Vertrieb und Beratung.

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Quellen

Einleitung

Kaufnebenkosten im Überblick

Grunderwerbsteuer als größter Posten

Notar- und Grundbuchkosten

Maklerprovision bei Wohnungen und Häusern

Kaufnebenkosten finanzieren und absetzen

Gesetze

Weitere Quellen im Netz

Hinweis

Dieser Beitrag stützt sich auf die genannte Fachliteratur der Immobilienwirtschaft, die Gesetzestexte und ausgewählte Fachquellen. Rechtsstand: Oktober 2026. Er ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.


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