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Glossar

Fachbegriffe aus Sales, Marketing, Recruitment, M&A, Leadership und Immobilien – kurz erklärt.

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

A

Abmahnung
Förmliche Rüge eines Vertragsverstoßes mit der Aufforderung, ihn abzustellen, und dem Hinweis auf Folgen.
Abnahme
Erklärung des Bestellers beim Werkvertrag, dass er das Werk als im Wesentlichen vertragsgemäß annimmt.
Abschreibung
Die Verteilung der Anschaffungskosten eines Anlageguts auf seine Nutzungsdauer. Sie mindert den Gewinn, nicht das Konto.
Abzinsungsfaktor
Kehrwert des Aufzinsungsfaktors hoch Laufzeit, mit dem ein künftiger Betrag auf seinen heutigen Wert umgerechnet wird.
AGB-Kontrolle
Gerichtliche Prüfung vorformulierter Vertragsklauseln auf unangemessene Benachteiligung.
AIDA-Formel
Aufbauregel für Werbung: Aufmerksamkeit erregen, Interesse wecken, Wunsch erzeugen, Handlung auslösen.
Aktives Zuhören
Gesprächstechnik: den anderen ausreden lassen, nachfragen und das Gehörte in eigenen Worten zusammenfassen, bevor man antwortet.
Alleinauftrag
Maklervertrag, bei dem der Auftraggeber für eine feste Zeit keinen weiteren Makler einschaltet und der Makler tätig werden muss.
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
Gesetz gegen Benachteiligung wegen Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität.
Allstimmigkeit
Zustimmung aller im Grundbuch eingetragenen Wohnungseigentümer, nicht nur aller Anwesenden.
Amortisation
Der Zeitpunkt, ab dem eine Investition durch Einsparungen oder Mehrerträge ihre Anschaffungskosten wieder eingebracht hat.
Anfechtung
Einseitige Erklärung, mit der eine fehlerhaft zustande gekommene Willenserklärung rückwirkend beseitigt wird.
Anfechtungsklage
Klage eines Eigentümers gegen die Gemeinschaft, mit der ein fehlerhafter Beschluss für ungültig erklärt wird.
Ankaufsrecht
Das gegen eine Prämie erworbene Recht, ein Objekt innerhalb einer Frist zu einem festen Preis zu kaufen.
Annuität
Gleichbleibende Rate aus Zins und Tilgung, mit der ein Darlehen zurückgezahlt wird.
Annuitätendarlehen
Darlehen mit gleicher Rate aus Zins und Tilgung. Der Tilgungsanteil wächst mit jeder Rate.
Anschaffungskosten
Alle Aufwendungen, um ein Wirtschaftsgut zu erwerben, also Kaufpreis plus direkte Nebenkosten.
Anschaffungsnahe Herstellungskosten
Instandsetzungskosten der ersten 3 Jahre nach dem Kauf über 15 Prozent der Gebäudekosten.
Anschlussfinanzierung
Neue Finanzierung der Restschuld, wenn die Zinsbindung eines Darlehens endet.
Arglistige Täuschung
Bewusstes Erregen eines Irrtums, um den anderen zum Vertragsschluss zu bewegen; berechtigt zur Anfechtung.
Asset Management
Wertorientierte Steuerung einzelner Immobilien im Auftrag des Eigentümers, zwischen Portfolio- und Facility-Management.
Aufbauorganisation
Gliederung eines Unternehmens in Stellen, Abteilungen und Leitungsebenen.
Aufhebungsvertrag
Vertrag, mit dem beide Parteien ein Mietverhältnis einvernehmlich zu einem vereinbarten Termin beenden.
Auflassung
Einigung von Verkäufer und Käufer über den Eigentumsübergang am Grundstück, erklärt vor dem Notar.
Auflassungsvormerkung
Eintrag im Grundbuch, der den Anspruch des Käufers auf das Eigentum bis zur Umschreibung sichert.
Aufrechnung
Zwei Parteien verrechnen gegenseitige Forderungen miteinander. Statt zweier Zahlungen genügt eine Erklärung.
Auftragsverarbeitung
Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister im Auftrag und nach Weisung des Verantwortlichen.
Aufzinsungsfaktor
Faktor q gleich 1 plus Zinssatz in Prozent geteilt durch 100, mit dem ein Kapital für ein Jahr aufgezinst wird.
Außerordentliche Kündigung
Beendigung eines Vertrags aus wichtigem Grund, meist ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist.
Auszahlplan
Plan, bei dem ein Kapital in gleichen Raten über eine feste Laufzeit entnommen und dabei ganz oder teilweise verbraucht wird.

B

Bankbürgschaft
Eine Bank verbürgt sich gegenüber einem Dritten für Ihre Zahlung. Sie ersetzt Barsicherheiten wie eine Mietkaution.
Bargebot
Teil des Gebots in der Zwangsversteigerung, den der Ersteher bar an das Gericht zahlt.
Barwert
Heutiger Wert künftiger Zahlungen, ermittelt durch Abzinsung mit einem gewählten Zinssatz.
Barwertfaktor
Faktor zur Kapitalisierung jährlicher Erträge, abhängig von Liegenschaftszinssatz und Restnutzungsdauer.
Baugenehmigung
Bescheid der Bauaufsicht, dass ein Vorhaben dem öffentlichen Baurecht entspricht und begonnen werden darf.
Baulast
Öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Bauaufsicht, eingetragen im Baulastenverzeichnis.
Bauliche Veränderung
Maßnahme am Gemeinschaftseigentum, die über die Erhaltung hinausgeht, etwa Anbau, Umbau oder neue Anlage.
Baunutzungsverordnung
Verordnung des Bundes zu Baugebieten sowie zu Art und Maß der baulichen Nutzung in Bebauungsplänen.
Bausparvertrag
Vertrag mit einer Bausparkasse über Ansparen eines Guthabens und Anspruch auf ein zinsfestes Darlehen.
Bauträger
Unternehmen, das im eigenen Namen baut und Häuser oder Wohnungen an Erwerber verkauft.
Bebauungsplan
Verbindlicher Bauleitplan der Gemeinde, der Art und Maß der baulichen Nutzung für ein Teilgebiet festsetzt.
Belegeinsicht
Recht des Mieters, die Rechnungen und Verträge zur Betriebskostenabrechnung einzusehen.
Beleihungswert
Der Wert, den eine Bank einer Immobilie als Sicherheit zugrunde legt. Er liegt meist unter dem Marktwert.
Benchmarking
Systematischer Vergleich der eigenen Abläufe, Leistungen oder Kennzahlen mit den besten Lösungen anderer, um daraus zu lernen.
Bereitstellungszinsen
Zinsen, die eine Bank für zugesagte, noch nicht abgerufene Darlehensbeträge berechnet.
Berliner Räumung
Räumung, bei der der Gerichtsvollzieher nur die Wohnung herausgibt und der Vermieter sein Pfandrecht an den Sachen geltend macht.
Beschluss-Sammlung
Fortlaufendes Verzeichnis aller Beschlüsse und gerichtlichen Entscheidungen einer Gemeinschaft, geführt vom Verwalter.
Beschlussfähigkeit
Voraussetzung, unter der eine Eigentümerversammlung wirksam beschließen kann; seit Dezember 2020 ohne gesetzliches Quorum.
Beschränkte persönliche Dienstbarkeit
Nutzungsrecht an einem fremden Grundstück für eine bestimmte Person, etwa ein Wohnungs- oder Leitungsrecht.
Beschwerdemanagement
Geordneter Umgang mit Beschwerden: annehmen, bearbeiten, auswerten und Ursachen beheben.
Bestandsverzeichnis
Erster Teil des Grundbuchblatts, der das Grundstück nach Lage, Größe und Nutzungsart beschreibt.
Bestellerprinzip
Regel bei Mietwohnungen: Die Provision zahlt, wer den Makler beauftragt, meist der Vermieter.
Betreiberverantwortung
Gesamtheit der Pflichten des Eigentümers oder Betreibers, Gebäude und Anlagen sicher und rechtskonform zu betreiben.
Betriebskosten
Laufende Kosten aus Eigentum und Gebrauch eines Gebäudes, etwa Grundsteuer, Wasser, Müll und Hausreinigung.
Betriebskostenabrechnung
Jährliche Abrechnung der umlagefähigen Kosten einer Immobilie, etwa Wasser, Müll oder Hausmeister, gegenüber den Mietern.
Betriebskostenverordnung
Verordnung, die abschließend festlegt, welche Betriebskosten ein Vermieter auf Wohnraummieter umlegen darf.
Bewirtschaftungskosten
Kosten der ordnungsgemäßen Bewirtschaftung: Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfallwagnis und nicht umlegbare Betriebskosten.
Bodenrichtwert
Durchschnittlicher Lagewert des Bodens je Quadratmeter, den der Gutachterausschuss aus Kaufpreisen ableitet.
Bodenwert
Wert eines Grundstücks ohne Gebäude, meist ermittelt aus Vergleichspreisen oder Bodenrichtwerten.
Buchwert
Der Wert, mit dem ein Vermögensgegenstand in der Bilanz steht. Er sagt oft wenig über den heutigen Marktwert.
Bürgschaft
Vertrag, in dem sich ein Dritter verpflichtet, für die Schuld eines anderen einzustehen, wenn dieser nicht zahlt.

C

Corporate Identity
Einheitliches Erscheinungsbild, Kommunikation und Verhalten eines Unternehmens nach innen und außen.

D

Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
Verordnung der Europäischen Union zum Schutz personenbezogener Daten. Sie gilt seit Mai 2018 in allen Mitgliedstaaten.
Deckungsbeitrag
Umsatz abzüglich der variablen Kosten. Er zeigt, was ein Kunde oder Auftrag zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
Disagio
Abschlag vom Auszahlungsbetrag eines Darlehens, der wirtschaftlich vorausbezahlter Zins ist.
Discounted-Cashflow-Verfahren
Bewertungsverfahren, das künftige Zahlungsüberschüsse über einen Zeitraum auf den Stichtag abzinst.
Dissens
Fehlende Einigung der Vertragsparteien über einen Punkt, über den nach dem Willen einer Partei eine Einigung nötig ist.
Doppelmakler
Makler, der für Verkäufer und Käufer zugleich tätig wird und deshalb zu strenger Neutralität verpflichtet ist.
Doppelt qualifizierte Mehrheit
Mehrheit von mehr als zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen und der Hälfte aller Miteigentumsanteile.
Drittverwendbarkeit
Eignung einer Immobilie für andere Mieter oder Zwecke, wenn der bisherige Nutzer auszieht.

E

Effektiver Jahreszins
Gesamtkosten eines Kredits, umgerechnet in einen Prozentsatz pro Jahr. Er macht Angebote vergleichbar.
Effektivität
Wirksamkeit: das Maß, in dem eine Tätigkeit zum gewünschten Ziel beiträgt. Kurz gesagt: die richtigen Dinge tun.
Eigenbedarf
Kündigungsgrund, wenn der Vermieter die Wohnung für sich, Familienangehörige oder Haushaltsangehörige benötigt.
Eigenkapitalquote
Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Zeigt, wie viel des Vermögens nicht fremdfinanziert ist.
Eigenkapitalrendite
Jährlicher Überschuss eines Objekts im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital, in Prozent.
Eigenleistung
Eigener Beitrag des Bauherrn zur Finanzierung, etwa durch Arbeit am Bau oder ein eingebrachtes Grundstück.
Eigenschaftsirrtum
Irrtum über eine verkehrswesentliche Eigenschaft einer Sache oder Person, der ausnahmsweise zur Anfechtung berechtigt.
Eigentümergemeinschaft
Gemeinschaft aller Wohnungseigentümer einer Anlage. Sie entscheidet in der Eigentümerversammlung, etwa über den Verwalter.
Eigentümergrundschuld
Grundschuld, die dem Eigentümer des belasteten Grundstücks selbst zusteht.
Eigentümerversammlung
Versammlung aller Wohnungseigentümer einer Anlage. Hier fallen die wesentlichen Beschlüsse, auch über den Verwalter.
Eigentumsvorbehalt
Die Ware bleibt Eigentum des Lieferanten, bis sie vollständig bezahlt ist.
Einsichtsrecht
Recht jedes Wohnungseigentümers nach § 18 Abs. 4 WEG, jederzeit und ohne Begründung die Verwaltungsunterlagen einzusehen.
Einstweilige Verfügung
Gerichtliche Eilentscheidung, die ein Verhalten vorläufig untersagt, bis über die Sache selbst entschieden ist.
Eintragungsbewilligung
Beglaubigte Erklärung dessen, dessen Recht betroffen ist, dass er einer Eintragung im Grundbuch zustimmt.
Einwilligung (Datenschutz)
Freiwillige, ausdrückliche Zustimmung einer Person zur Verarbeitung ihrer Daten für einen bestimmten Zweck.
Endfälliges Darlehen
Darlehen mit reinen Zinszahlungen, das am Ende in einer Summe getilgt wird.
Energieausweis
Dokument, das den Energiebedarf oder Energieverbrauch eines Gebäudes mit Kennwerten und Effizienzklasse ausweist.
Enteignung
Hoheitlicher Entzug oder Belastung von Eigentum zum Wohl der Allgemeinheit gegen gesetzlich geregelte Entschädigung.
Erbbaurecht
Das Recht, auf einem fremden Grundstück ein Gebäude zu haben. Der Eigentümer erhält dafür einen laufenden Erbbauzins.
Erbbauzins
Laufendes Entgelt, das der Erbbauberechtigte dem Grundstückseigentümer für die Nutzung des Grundstücks zahlt.
Erbengemeinschaft
Gemeinschaft mehrerer Erben, denen der Nachlass bis zur Auseinandersetzung gemeinsam gehört.
Erbschein
Gerichtliches Zeugnis über das Erbrecht und die Größe der Erbteile.
Erhaltungsaufwand
Kosten, die ein Gebäude im bisherigen Zustand erhalten. Bei Vermietung sind sie sofort als Werbungskosten abziehbar.
Erhaltungsrücklage
Geldreserve einer Wohnungseigentümergemeinschaft für künftige Instandhaltung und Sanierung. Früher Instandhaltungsrücklage genannt.
Erhöhte Absetzung
Steuerliche Sonderabschreibung für Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten über 12 Jahre.
Erlaubnis nach § 34c GewO
Gewerberechtliche Erlaubnis unter anderem für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter. Sie wird der Person des Gewerbetreibenden erteilt.
Erschließungsbeitrag
Abgabe der Gemeinde an Grundstückseigentümer für die Herstellung von Straßen, Wegen und ähnlichen Anlagen.
Ertragswert
Wert eines Unternehmens oder einer Immobilie, abgeleitet aus den künftig erwarteten Erträgen.
Erwerbsnebenkosten
Kosten, die beim Kauf zusätzlich zum Kaufpreis anfallen, etwa Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch.
Exposé
Verkaufs- oder Vermietungsunterlage mit Beschreibung, Bildern, Plänen und Preisangaben eines Objekts.

F

Fachverband
Zusammenschluss von Unternehmen oder Berufsangehörigen einer Branche, der deren gemeinsame Interessen vertritt.
Fälligkeitsmitteilung
Schreiben des Notars, dass alle vereinbarten Voraussetzungen für die Zahlung des Kaufpreises erfüllt sind.
Fernabsatzvertrag
Vertrag zwischen Unternehmer und Verbraucher, der nur über Telefon, E-Mail, Brief oder Internet zustande kommt.
Financial Due Diligence
Prüfung der Finanzen eines Unternehmens vor dem Kauf: Abschlüsse, Zahlungsfluss, Bereinigungen und Verpflichtungen.
Fixkosten
Kosten, die unabhängig von der Auslastung anfallen, etwa Miete, Gehälter und Versicherungen.
Fluktuation
Anteil der Mitarbeiter, die ein Unternehmen in einem Zeitraum verlassen und ersetzt werden müssen.
Flurkarte
Amtliche Karte des Liegenschaftskatasters mit Grenzen, Gebäuden und Nummern der Flurstücke.
Flurstück
Kleinste Einheit des Liegenschaftskatasters, eine abgegrenzte Fläche mit eigener Nummer.
Formularvertrag
Vorformulierter Vertrag für viele Fälle, dessen Klauseln als Allgemeine Geschäftsbedingungen streng kontrolliert werden.
Freiwillige Grundstücksversteigerung
Verkauf eines Grundstücks durch einen zugelassenen Versteigerer im Auftrag des Eigentümers; der Zuschlag begründet einen Kaufvertrag.

G

Gebäudeenergiegesetz
Gesetz mit energetischen Anforderungen an Neubau und Bestand, seit Juli 2026 als Gebäudemodernisierungsgesetz reformiert.
Gefahrübergang
Zeitpunkt, ab dem der Käufer das Risiko trägt, dass die Ware untergeht oder beschädigt wird.
Geldwäsche
Verschleiern der Herkunft von Vermögen aus Straftaten, um es später als scheinbar legales Vermögen zu nutzen.
Gemarkung
Katasterbezirk, der meist mit dem Gebiet einer Gemeinde übereinstimmt und in Fluren gegliedert ist.
Gemeinschaftseigentum
Grundstück und alle Gebäudeteile, die weder Sondereigentum noch Eigentum Dritter sind.
Gemeinschaftsordnung
Vereinbarte Regeln der Eigentümer für ihr Verhältnis untereinander, meist Teil der Teilungserklärung.
Generalunternehmer
Unternehmen, das alle Bauleistungen eines Projekts aus einer Hand übernimmt und Teile an Nachunternehmer vergibt.
Geringstes Gebot
Mindestgebot in der Zwangsversteigerung, das die Verfahrenskosten und alle vorrangigen Rechte deckt.
Geschäftsordnungsbeschluss
Beschluss über den Ablauf der Eigentümerversammlung, etwa zu Redezeit, Versammlungsleiter oder Teilnahme Dritter.
Gewährleistung
Einstandspflicht des Verkäufers für Mängel der Kaufsache. Beim Unternehmenskauf meist im Vertrag genau geregelt.
Gewerblicher Grundstückshandel
An- und Verkauf von Immobilien in einem Umfang, der steuerlich als Gewerbebetrieb gilt.
Gleitende Neuwertversicherung
Gebäudeversicherung, deren Summe sich laufend an die Baupreise anpasst.
Grundakte
Akte des Grundbuchamts mit allen Urkunden und Unterlagen, auf denen die Eintragungen im Grundbuch beruhen.
Grundbesitzwert
Wert einer Immobilie, den das Finanzamt für Erbschaft- und Schenkungsteuer nach dem Bewertungsgesetz ermittelt.
Grundbuch
Öffentliches Register beim Amtsgericht, das Grundstücke, Eigentümer und Belastungen verzeichnet.
Grundbuchauszug
Abschrift des Grundbuchblatts mit Eigentümer, Lasten und Grundpfandrechten eines Grundstücks.
Grunddienstbarkeit
Recht des jeweiligen Eigentümers eines Grundstücks, ein anderes Grundstück in bestimmter Weise zu nutzen.
Grunderwerbsteuer
Steuer auf den Erwerb von Grundstücken. Sie kann auch beim Erwerb von Anteilen an grundbesitzenden Gesellschaften anfallen.
Grundmietzeit
Fest vereinbarte, nicht ordentlich kündbare Laufzeit eines Leasingvertrags.
Grundpfandrecht
Recht an einem Grundstück, das eine Geldforderung sichert, vor allem Grundschuld und Hypothek.
Grundschuld
Im Grundbuch eingetragenes Recht, das ein Grundstück als Sicherheit für eine Forderung belastet.
Grundsteuer
Jährliche Steuer der Gemeinde auf Grundbesitz, unabhängig von den persönlichen Verhältnissen des Eigentümers.
Gutachterausschuss
Unabhängiges Gremium von Sachverständigen bei Kreis oder Stadt, das Marktdaten erhebt und Wertgutachten erstellt.

H

Haftpflichtversicherung
Versicherung, die Schadensersatzansprüche Dritter gegen den Versicherten deckt.
Härteeinwand
Einwand des Mieters, dass eine Modernisierung oder Mieterhöhung für ihn eine unzumutbare Härte bedeutet.
Hauptvertrag
Der Kauf- oder Mietvertrag, den der Makler nachweist oder vermittelt und an dessen Abschluss die Provision hängt.
Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung
Versicherung der gesetzlichen Haftpflicht des Eigentümers für Schäden, die Dritten durch Grundstück oder Gebäude entstehen.
Hausfrieden
Rücksichtsvolles Zusammenleben der Bewohner eines Hauses, dessen nachhaltige Störung zur fristlosen Kündigung berechtigen kann.
Hausgeld
Vorschüsse der Wohnungseigentümer auf Kosten und Rücklage der Gemeinschaft, festgelegt nach dem Wirtschaftsplan.
Hausordnung
Regelwerk für das Zusammenleben im Haus, etwa zu Ruhezeiten, Reinigung und Gemeinschaftsräumen.
Hebesatz
Prozentsatz, den die Gemeinde auf den Steuermessbetrag anwendet; er bestimmt die Höhe der Grundsteuer vor Ort.
Heimfall
Pflicht des Erbbauberechtigten, das Erbbaurecht bei vereinbarten Gründen auf den Grundstückseigentümer zu übertragen.
Heizkostenverordnung
Verordnung, die bei zentraler Heizung die Erfassung des Verbrauchs und die Verteilung danach vorschreibt.
Heizkostenverteiler
Gerät am Heizkörper, das den Anteil eines Nutzers am Wärmeverbrauch erfasst.
Herstellungskosten
Aufwendungen, um ein Gebäude neu zu schaffen, zu erweitern oder wesentlich zu verbessern.
HOAI
Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Sie gliedert Leistungen in Phasen und dient seit 2021 als Orientierung.
Hypothek
Grundpfandrecht, das in Bestand und Höhe von einer bestimmten Forderung abhängt.

I

Immobiliar-Verbraucherdarlehen
Darlehen eines Unternehmers an einen Verbraucher, das grundpfandrechtlich gesichert ist oder dem Erwerb einer Immobilie dient.
Immobilienleasing
Langfristige Nutzung einer Immobilie gegen Leasingraten, wobei der Leasinggeber Eigentümer bleibt.
Impressum
Pflichtangaben zum Anbieter einer geschäftsmäßigen Website, etwa Name, Anschrift, Kontaktdaten und Aufsichtsbehörde.
Indexmiete
Miete, die sich nach dem Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts entwickelt.
Individualvereinbarung
Im Einzelnen ausgehandelte Vertragsbedingung, die nicht der AGB-Kontrolle unterliegt.
Inklusivmiete
Miete, in der alle oder einzelne Betriebskosten enthalten sind, ohne gesonderte Abrechnung.
Insolvenzforderung
Forderung, die vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden ist und nur mit der Quote bedient wird.
Insolvenzverwalter
Vom Insolvenzgericht bestellte Person, die das Vermögen des Schuldners verwaltet und verwertet.
Instandhaltung
Alle Maßnahmen, die den vertragsgemäßen Sollzustand eines Gebäudes und seiner Anlagen bewahren oder wiederherstellen.
Instandhaltungspauschale
Pauschaler Jahresbetrag je Quadratmeter Wohnfläche, mit dem Instandhaltungskosten geschätzt werden.
Interner Zinsfuß
Zinssatz, bei dem der Kapitalwert aller Zahlungen einer Investition genau null ergibt.
Irreführende Werbung
Werbung mit unwahren oder täuschenden Angaben. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verbietet sie.

J

Jahresabrechnung
Abrechnung des Verwalters über Einnahmen und Ausgaben einer Eigentümergemeinschaft für ein Wirtschaftsjahr.
Jahresabschluss
Abschluss der Buchführung eines Geschäftsjahres, meist mit Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.
Jahresnettokaltmiete
Die Miete eines Jahres ohne Nebenkosten und Heizkosten. Sie ist die übliche Bezugsgröße für Bewertung und Kaufpreis.

K

Kapitaldienst
Summe aus Zins und Tilgung, die ein Kreditnehmer in einem Zeitraum an seine Geldgeber zahlt.
Kapitalwert
Summe aller auf heute abgezinsten Ein- und Auszahlungen einer Investition, abzüglich der Anfangsauszahlung.
Kappungsgrenze
Obergrenze für Mieterhöhungen im Bestand: höchstens 20 Prozent in drei Jahren, in angespannten Märkten 15 Prozent (§ 558 Abs. 3 BGB).
Kaufpreisfaktor
Vielfaches der Jahresnettomiete oder des Ergebnisses, mit dem ein Objekt oder Betrieb bewertet wird.
Kaufpreissammlung
Sammlung aller notariellen Grundstückskaufverträge eines Gebiets, geführt vom Gutachterausschuss.
Kennzahl
Eine Zahl, die einen Sachverhalt messbar macht, etwa Umsatz je Kunde oder Dauer bis zum Angebot. Englisch KPI.
KfW
Förderbank des Bundes, die Bau, Kauf und Sanierung von Immobilien mit Krediten und Zuschüssen fördert.
Kleinreparaturklausel
Vertragsklausel, nach der der Mieter Kosten kleiner Reparaturen an häufig genutzten Teilen bis zu Höchstbeträgen trägt.
Kopfprinzip
Stimmprinzip im Wohnungseigentum: Jeder Eigentümer hat eine Stimme, gleich wie viele Einheiten er hält.
Kündigungssperrfrist
Frist nach Umwandlung und Verkauf einer Mietwohnung, in der der Erwerber nicht wegen Eigenbedarfs kündigen darf.

L

Lebenszykluskosten
Summe aller Kosten einer Immobilie von Planung und Bau über die Nutzung bis zur Verwertung.
Leerstand
Vermietbare Fläche, die derzeit keinen Nutzer hat. Sie bringt keine Miete, verursacht aber weiter Kosten.
Legal Due Diligence
Prüfung der rechtlichen Verhältnisse eines Unternehmens vor dem Kauf, etwa Verträge, Erlaubnisse, Personal und Haftung.
Leibrente
Regelmäßige Zahlung auf Lebenszeit des Berechtigten, etwa als Gegenleistung beim Verkauf einer Immobilie.
Leitzins
Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen. Im Euroraum meist der Hauptrefinanzierungssatz der EZB.
Leverage-Effekt
Hebelwirkung von Fremdkapital auf die Eigenkapitalrendite, solange die Gesamtrendite über dem Fremdkapitalzins liegt.
Liegenschaftskataster
Amtliches Register der Länder, das alle Flurstücke und Gebäude mit Lage, Fläche und Grenzen nachweist.
Liegenschaftszins
Zinssatz, mit dem Verkehrswerte von Immobilien im Ertragswertverfahren marktüblich verzinst werden.
Liquidität
Fähigkeit eines Betriebs, seine Zahlungen jederzeit fristgerecht zu leisten.
Liquiditätsplanung
Vorschau auf Einnahmen und Ausgaben nach Monaten. Sie zeigt, ob das Geld auf dem Konto für alle fälligen Zahlungen reicht.
Löschungsbewilligung
Erklärung des Gläubigers, dass ein für ihn eingetragenes Recht im Grundbuch gelöscht werden darf.
Löschungsfähige Quittung
Beglaubigte Erklärung des Gläubigers, dass die durch ein Grundpfandrecht gesicherte Forderung bezahlt ist.

M

Mahnwesen
Geordnetes Verfahren, mit dem ein Unternehmen offene Forderungen nachhält und anmahnt, oft in festen Mahnläufen.
Makler- und Bauträgerverordnung
Verordnung mit Pflichten für Gewerbetreibende nach § 34c GewO, etwa zu Aufzeichnung und Aufbewahrung.
Maklerprovision
Vergütung des Maklers, fällig erst mit wirksamem Abschluss des vermittelten oder nachgewiesenen Vertrags.
Maklervertrag
Vertrag, der dem Makler bei Nachweis oder Vermittlung eines Hauptvertrags einen Anspruch auf Provision gibt.
Makrolage
Großräumige Lage einer Immobilie: Region, Stadt, Wirtschaftskraft, Arbeitsmarkt und überregionale Verkehrsanbindung.
Makrostandort
Großräumiger Standort einer Immobilie, etwa Region oder Stadt, im Unterschied zur unmittelbaren Lage.
Management by Objectives
Führung durch Zielvereinbarung: Die Führungskraft vereinbart Ziele, der Mitarbeiter wählt den Weg selbst.
Marktanalyse
Prüfung eines Marktes auf Nachfrage, Wettbewerber und Preisniveau, bevor ein Angebot dort startet.
Marktbeobachtung
Laufendes, planmäßiges Verfolgen von Veränderungen im eigenen Markt, etwa bei Kunden, Wettbewerbern und Vorschriften.
Marktpotenzial
Die Zahl möglicher Kunden oder der mögliche Umsatz in einem Markt, wenn alle denkbaren Abnehmer kaufen würden.
Marktprognose
Vorausschätzung der künftigen Marktentwicklung auf Basis von Marktanalyse und Marktbeobachtung.
Masseverbindlichkeit
Verbindlichkeit, die nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens entsteht und vorrangig aus der Masse bezahlt wird.
Mediation
Vertrauliches, freiwilliges Verfahren, in dem ein neutraler Mediator Streitparteien zu einer eigenen Lösung führt.
Meistgebot
Höchstes im Versteigerungstermin abgegebenes Gebot, auf das der Zuschlag erteilt wird.
Mietausfallwagnis
Kalkulierter Abschlag für Mietausfälle durch Leerstand, Zahlungsrückstände und Kosten der Rechtsverfolgung.
Mieterselbstauskunft
Formular, in dem ein Mietinteressent Angaben zu Person, Einkommen und bisherigem Mietverhältnis macht.
Mietkaution
Sicherheit, die der Mieter dem Vermieter stellt. Sie gehört dem Mieter und geht beim Verkauf des Objekts auf den Käufer über.
Mietminderung
Kürzung der Miete kraft Gesetzes, solange ein Mangel die Tauglichkeit der Wohnung mindert.
Mietpreisbremse
Begrenzung der Miete bei Wiedervermietung in angespannten Wohnungsmärkten, die eine Landesverordnung bestimmt.
Mietspiegel
Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete einer Gemeinde, gegliedert nach Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage.
Mietverwaltung
Die Betreuung vermieteter Wohnungen oder Häuser im Auftrag des Eigentümers, von der Miete bis zur Nebenkostenabrechnung.
Mikrolage
Kleinräumige Lage einer Immobilie: Grundstück, Nachbarschaft, Infrastruktur und Störfaktoren im direkten Umfeld.
Miteigentumsanteil
Bruchteil am gemeinschaftlichen Eigentum, der mit jedem Wohnungseigentum verbunden ist.
Modernisierende Instandsetzung
Instandsetzung, bei der ein schadhaftes Bauteil durch eine technisch bessere, wirtschaftlich sinnvolle Lösung ersetzt wird.
Modernisierung
Bauliche Maßnahme, die Energie spart, den Gebrauchswert erhöht oder die Wohnverhältnisse dauerhaft verbessert.
Modernisierungsumlage
Mieterhöhung nach einer Modernisierung um einen Teil der aufgewendeten Kosten, begrenzt durch gesetzliche Obergrenzen.

N

Nettokaltmiete
Miete für die reine Überlassung der Räume, ohne Betriebskosten und ohne Heizkosten.
Niederschrift
Protokoll der Eigentümerversammlung, das mindestens die gefassten Beschlüsse festhält.
Nießbrauch
Das Recht, eine fremde Sache zu nutzen und ihre Erträge zu ziehen, etwa die Mieten einer Immobilie.
Notaranderkonto
Treuhandkonto des Notars, über das der Kaufpreis bis zur Erfüllung aller Bedingungen abgewickelt wird.
Notarielle Beurkundung
Gesetzlich vorgeschriebene Form für bestimmte Verträge, etwa Grundstückskäufe und die Abtretung von GmbH-Anteilen.

O

Obhutspflicht
Pflicht des Mieters, die Mietsache pfleglich zu behandeln, zu lüften, zu heizen und Schäden zu vermeiden.
Objektbuchhaltung
Buchführung, die alle Zahlungsströme eines einzelnen Objekts erfasst und auswertet.
Obliegenheit
Verhaltenspflicht des Versicherungsnehmers, etwa Schadenanzeige oder Schadenminderung; bei Verstoß droht Leistungskürzung.
Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger
Sachverständiger, dessen besondere Sachkunde eine Kammer geprüft hat und den sie öffentlich bestellt und vereidigt hat.
Öffentliche Beglaubigung
Bestätigung eines Notars, dass eine Unterschrift echt ist und von der genannten Person stammt; den Inhalt prüft er nicht.
Öffentlicher Glaube
Schutz des Erwerbers: Der Inhalt des Grundbuchs gilt für ihn als richtig, solange er die Unrichtigkeit nicht kennt.
Öffentlichkeitsarbeit (PR)
Planvolle Pflege der Beziehungen eines Betriebs zur Öffentlichkeit, vor allem zu Presse, Rundfunk und Fachmedien. Englisch Public Relations.
Ordnungsmäßige Verwaltung
Verwaltung, die dem Interesse aller Eigentümer nach billigem Ermessen entspricht; jeder Eigentümer kann sie verlangen.
Ortsübliche Vergleichsmiete
Miete, die in der Gemeinde für vergleichbaren Wohnraum gezahlt wird. Bis zu ihr darf ein Vermieter die Bestandsmiete erhöhen (§ 558 BGB).

P

Personalbedarfsplanung
Ermittlung, wie viele Mitarbeiter mit welcher Qualifikation ein Unternehmen wann braucht.
Personenbezogene Daten
Alle Angaben, die sich einer bestimmten oder bestimmbaren Person zuordnen lassen, etwa Name, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer.
Preisangabenverordnung
Verordnung, nach der Unternehmer gegenüber Verbrauchern Gesamtpreise einschließlich Umsatzsteuer angeben müssen.
Preisspiegel
Tabellarische Gegenüberstellung der Einzelpreise mehrerer Angebote für dieselbe Leistung.
Pressemitteilung
Kurze, sachliche Nachricht eines Betriebs an Redaktionen über einen Anlass, den diese aufgreifen können.
Privates Veräußerungsgeschäft
Verkauf einer Immobilie aus dem Privatvermögen binnen zehn Jahren nach Kauf; der Gewinn ist dann einkommensteuerpflichtig.
Privilegierte bauliche Veränderung
Bauliche Veränderung, die jeder Eigentümer verlangen kann, etwa Ladestation, Barriereabbau, Einbruchschutz oder Glasfaser.

Q

Qualifizierter Alleinauftrag
Alleinauftrag, der den Eigentümer zusätzlich verpflichtet, alle Interessenten an den Makler zu verweisen.

R

Rangrücktritt
Nachträgliche Änderung der Rangfolge, bei der ein Recht im Grundbuch hinter ein anderes Recht zurücktritt.
Rangstelle
Reihenfolge der Rechte im Grundbuch. Die erste Stelle wird im Ernstfall zuerst bedient.
Rangvorbehalt
Vorbehalt des Eigentümers, ein späteres Recht vor einem schon eingetragenen Recht einzutragen.
Räumungsklage
Klage des Vermieters auf Herausgabe der Wohnung, wenn der Mieter nach Vertragsende nicht auszieht.
Reallast
Belastung eines Grundstücks, aus der wiederkehrende Leistungen an einen Berechtigten zu erbringen sind.
Rentenbarwert
Heutiger Wert einer Reihe gleich hoher, regelmäßiger Zahlungen bei einem bestimmten Zinssatz und einer bestimmten Laufzeit.
Rentenendwert
Wert, den regelmäßige gleich hohe Zahlungen samt Zinsen und Zinseszinsen am Ende der Laufzeit erreichen.
Restlaufzeit
Zeit bis zum vereinbarten Ende eines Vertrags, etwa eines Mietvertrags oder eines Darlehens.
Restnutzungsdauer
Jahre, in denen ein Gebäude bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung noch wirtschaftlich nutzbar ist.
Restschuld
Betrag eines Darlehens, der zu einem Stichtag, etwa am Ende der Zinsbindung, noch nicht getilgt ist.
Rohertrag
Umsatz abzüglich der direkt zurechenbaren Kosten, etwa Material oder Wareneinsatz. Er zeigt, ob die Leistung selbst trägt.
Rücktritt
Einseitige Erklärung, mit der sich eine Vertragspartei aufgrund eines gesetzlichen oder vereinbarten Rechts vom Vertrag löst.

S

Sale-and-Lease-Back
Ein Vermögensgegenstand wird verkauft und sofort zurückgemietet oder geleast. Das bringt Liquidität, die Nutzung bleibt.
Sanierungsgebiet
Von der Gemeinde förmlich festgelegtes Gebiet, in dem sie städtebauliche Missstände beheben will.
Sanierungsstau
Angesammelte, über Jahre aufgeschobene Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten an einem Gebäude.
Scheinselbstständigkeit
Formal freie Mitarbeit, die tatsächlich ein Arbeitsverhältnis ist, mit Folgen für Sozialabgaben und Lohnsteuer.
Schönheitsreparaturen
Malerarbeiten in der Wohnung: Tapezieren, Streichen von Wänden, Decken, Heizkörpern, Innentüren und Fenstern innen.
Selbstauskunft
Schriftliche Angaben eines Antragstellers zu Einkommen, Ausgaben, Vermögen und Verpflichtungen.
Selbstbehalt
Vertraglich festgelegter Teil eines Schadens, den der Versicherungsnehmer selbst trägt.
Share Deal und Asset Deal
Beim Share Deal kaufen Sie Anteile an der Gesellschaft, beim Asset Deal einzelne Gegenstände des Betriebs.
Soll-Ist-Vergleich
Gegenüberstellung von geplantem Wert und tatsächlichem Wert einer Kennzahl. Die Differenz zeigt den Handlungsbedarf.
Sollstellung
Buchung der geschuldeten Beträge, etwa Mieten oder Hausgeld, vor ihrem Zahlungseingang.
Sollzins
Vereinbarter Jahreszinssatz auf den Darlehensbetrag, früher Nominalzins genannt, ohne Nebenkosten und Zahlungsweise.
Sondereigentum
Alleineigentum an einer Wohnung oder an Räumen, die nicht Wohnzwecken dienen, in einer Eigentumsanlage.
Sonderumlage
Zusätzliche Zahlung, die eine Eigentümergemeinschaft beschließt, wenn Rücklage und Hausgeld eine Ausgabe nicht decken.
Sondervergütung
Gesondert vereinbartes Entgelt des Verwalters für Leistungen außerhalb der Grundleistung.
Soziale Wohnraumförderung
Staatliche Förderung von Bau, Modernisierung und Erwerb von Wohnraum für Haushalte mit Zugangsproblemen am Markt.
Sozialklausel
Recht des Mieters, einer ordentlichen Kündigung wegen unzumutbarer Härte zu widersprechen.
Spezialimmobilie
Immobilie, die nur für eine bestimmte Nutzung geplant ist, etwa Klinik, Hotel oder Seniorenheim.
Standortanalyse
Prüfung, ob ein Ort für einen Betrieb trägt – nach Kunden, Wegen, Wettbewerb und Kosten.
Stellenbeschreibung
Schriftliche Festlegung, wofür eine Stelle zuständig ist und woran gute Arbeit erkennbar wird.
Stimmrechtsvollmacht
Vollmacht, mit der ein Wohnungseigentümer einen anderen zur Abstimmung in der Eigentümerversammlung berechtigt.
Stufennachweis
Vorgehen des Maklers, Objektdaten erst nach einem Provisionsversprechen vollständig herauszugeben.

T

Taupunkt
Temperatur, bei der Wasserdampf in der Luft zu Wasser kondensiert; an kalten Bauteilen entsteht so Feuchtigkeit.
Technische und organisatorische Maßnahmen
Schutzvorkehrungen nach Art. 32 DSGVO, etwa Zugriffskontrolle, Verschlüsselung und Datensicherung, passend zum Risiko.
Teilamortisation
Leasingform, bei der die Raten den Aufwand nur teilweise decken und ein Restwert bleibt.
Teileigentum
Sondereigentum an Räumen, die nicht Wohnzwecken dienen, etwa Laden, Praxis oder Büro, verbunden mit einem Miteigentumsanteil.
Teilungserklärung
Erklärung gegenüber dem Grundbuchamt, die ein Grundstück in Wohnungs- und Teileigentum aufteilt.
Teilungsversteigerung
Zwangsversteigerung zur Aufhebung einer Gemeinschaft, etwa unter Erben oder getrennten Ehegatten.
Textform
Lesbare Erklärung auf dauerhaftem Datenträger mit Namen des Erklärenden, ohne eigenhändige Unterschrift.
Tilgung
Rückzahlung eines Darlehens in Teilbeträgen. Mit jeder Tilgung sinkt die verbleibende Restschuld.
Treuhandkonto
Konto, auf dem ein Treuhänder fremdes Geld getrennt vom eigenen Vermögen verwaltet.

U

Übergabeprotokoll
Schriftliche Aufnahme des Zustands einer Wohnung bei Einzug oder Auszug, mit Zählerständen und Schlüsseln.
Übergang von Nutzen und Lasten
Stichtag im Kaufvertrag, ab dem Mieten, Kosten und Risiken des Objekts auf den Käufer übergehen.
Umlageschlüssel
Maßstab, nach dem Nebenkosten auf Mieter oder Eigentümer verteilt werden, etwa nach Fläche, Verbrauch oder Einheiten.
Umlaufbeschluss
Beschluss der Eigentümer außerhalb der Versammlung, den alle Eigentümer in Textform mittragen.
Umsatzrendite
Anteil des Gewinns am Umsatz in Prozent. Sie zeigt, wie viel von jedem Euro Umsatz als Gewinn bleibt.
Unbedenklichkeitsbescheinigung
Bescheinigung des Finanzamts nach Zahlung der Grunderwerbsteuer. Ohne sie trägt das Grundbuchamt keinen neuen Eigentümer ein.
Unlauterer Wettbewerb
Geschäftliches Verhalten, das Mitbewerber, Verbraucher oder andere Marktteilnehmer unangemessen benachteiligt, etwa durch Täuschung.
Unterjährige Verzinsung
Verzinsung in Perioden kürzer als ein Jahr, etwa monatlich, bei der Zinsen innerhalb des Jahres mitverzinst werden.
Untervermietung
Ein Mieter überlässt gemietete Fläche ganz oder teilweise einem Dritten. Dafür braucht er in der Regel die Erlaubnis des Vermieters.
Unterversicherung
Zustand, in dem die Versicherungssumme unter dem Versicherungswert liegt; Schäden werden dann nur anteilig ersetzt.
Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung
Erklärung in einer notariellen Urkunde, die dem Gläubiger die Vollstreckung ohne vorheriges Urteil erlaubt.
Unzumutbare Belästigung
Werbung, die Empfänger gegen ihren Willen erreicht, etwa Anrufe ohne Einwilligung; nach § 7 UWG unzulässig.

V

Verbotene Eigenmacht
Entzug oder Störung des Besitzes ohne Willen des Besitzers und ohne gesetzliche Erlaubnis.
Verflechtung
Rechtliche, wirtschaftliche oder persönliche Bindung des Maklers an eine Vertragspartei; sie kann den Provisionsanspruch ausschließen.
Vergleichswertverfahren
Wertermittlungsverfahren, das den Wert aus Kaufpreisen vergleichbarer Grundstücke ableitet.
Verjährung
Ablauf einer Frist, nach der ein Schuldner die Leistung dauerhaft verweigern darf.
Verkehrssicherungspflicht
Pflicht, Gefahren auf Grundstück und Gebäude abzuwehren, etwa durch Winterdienst oder Kontrolle loser Bauteile.
Verkehrswert
Marktwert eines Grundstücks nach § 194 BauGB: der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbare Preis.
Vermieterpfandrecht
Gesetzliches Pfandrecht des Vermieters an den eingebrachten Sachen des Mieters für Forderungen aus dem Mietverhältnis.
Vermögensbericht
Jährlicher Bericht des Verwalters über den Stand der Erhaltungsrücklage und das wesentliche Vermögen der Gemeinschaft.
Vermögensschadenhaftpflichtversicherung
Versicherung des Verwalters für Vermögensschäden, die er Kunden durch berufliche Fehler verursacht.
Versammlungsleitung
Führung der Eigentümerversammlung, in der Regel durch den Verwalter, von der Eröffnung bis zur Verkündung der Beschlüsse.
Vertragsmanagement
Gestaltung, Überwachung und Anpassung aller Verträge eines Objekts mit ihren Fristen.
Vertragsübernahme
Ein Dritter tritt mit allen Rechten und Pflichten in einen bestehenden Vertrag ein. Der andere Vertragspartner muss zustimmen.
Verwaltermandat
Der Auftrag an eine Hausverwaltung, ein Objekt oder eine Eigentümergemeinschaft zu betreuen.
Verwaltervertrag
Vertrag zwischen Gemeinschaft und Verwalter über Leistungen, Vergütung und Laufzeit, getrennt von der Bestellung.
Verwalterwechsel
Wechsel der Hausverwaltung einer Eigentümergemeinschaft, beschlossen von der Eigentümerversammlung, mit Übergabe von Konten und Unterlagen.
Verwaltungsbeirat
Von den Eigentümern gewähltes Gremium einer Eigentümergemeinschaft, das den Verwalter unterstützt und überwacht.
Verwaltungsunterlagen
Alle Akten, Belege, Verträge und Protokolle, die bei der Verwaltung einer Wohnungseigentümergemeinschaft entstehen.
Vier-Seiten-Modell
Kommunikationsmodell, nach dem jede Nachricht Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung und Appell enthält.
Vollwartungsvertrag
Wartungsvertrag, der neben Pflege und Prüfung auch Reparaturen und Ersatzteile abdeckt.
Vorauszahlung
Zahlung des Kunden vor der Leistung. Sie bringt Liquidität, ist aber eine Verpflichtung, keine Einnahme.
Vorfälligkeitsentschädigung
Ausgleich, den die Bank bei vorzeitiger Rückzahlung eines Festzinsdarlehens für ihren Zinsschaden verlangt.
Vorkaufsrecht
Vorsteuer
Umsatzsteuer aus Eingangsrechnungen, die ein Unternehmer mit steuerpflichtigen Umsätzen vom Finanzamt zurückholt.
Vorvermieterbescheinigung
Bestätigung des früheren Vermieters, dass der Bewerber keine Mietschulden hinterlassen hat.

W

Wärmebrücke
Bereich eines Bauteils, durch den Wärme schneller nach außen fließt als durch die übrige Fläche.
Wartungsvertrag
Vertrag mit einer Fachfirma über regelmäßige Pflege und Prüfung technischer Anlagen.
WEG-Verwaltung
Die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums einer Wohnungseigentümergemeinschaft nach dem Wohnungseigentumsgesetz.
Werbungskosten
Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen, etwa Schuldzinsen und Reparaturen bei Vermietung.
Wert 1914
Rechengröße der Gebäudeversicherung: Neubauwert eines Hauses, zurückgerechnet auf Baupreise des Jahres 1914.
Wertersatz
Geldausgleich für eine Leistung, die nach Widerruf oder Rücktritt nicht in Natur zurückgegeben werden kann.
Wertsicherungsklausel
Vertragsklausel, die einen Zahlbetrag an einen Index koppelt, meist an den Verbraucherpreisindex.
Widerrufsbelehrung
Information des Verbrauchers in Textform über Bestehen, Frist und Ausübung seines Widerrufsrechts.
Widerrufsrecht
Recht des Verbrauchers, einen online oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Vertrag binnen 14 Tagen zu widerrufen.
Widerspruch im Grundbuch
Eintragung, die auf eine mögliche Unrichtigkeit hinweist und den gutgläubigen Erwerb ausschließt.
Willenserklärung
Äußerung eines Willens, die unmittelbar eine Rechtsfolge herbeiführen soll, etwa ein Angebot oder eine Annahme.
Wirtschaftlich Berechtigter
Natürliche Person, die hinter einem Vertragspartner steht und ihn kontrolliert oder für die das Geschäft letztlich erfolgt.
Wirtschaftliches Eigentum
Tatsächliche Herrschaft über einen Gegenstand mit Nutzen, Lasten und Risiken, unabhängig vom Eintrag im Grundbuch.
Wirtschaftlichkeitsberechnung
Rechnung, die Gesamtkosten, Finanzierung sowie laufende Aufwendungen und Erträge eines Objekts im ersten Jahr gegenüberstellt.
Wirtschaftlichkeitsgebot
Pflicht des Vermieters, nur Betriebskosten umzulegen, die bei ordentlicher Geschäftsführung gerechtfertigt sind.
Wirtschaftsplan
Jährlicher Haushaltsplan der Gemeinschaft, aus dem sich die Vorschüsse der Eigentümer ergeben.
Wohngebäudeversicherung
Sachversicherung für das Gebäude gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, auf Wunsch erweitert.
Wohnungsgeberbestätigung
Schriftliche oder elektronische Bestätigung des Vermieters über den Einzug, Voraussetzung der Anmeldung beim Meldeamt.

Z

Zertifizierter Verwalter
Verwalter, der vor einer IHK geprüft hat, dass er die nötigen Kenntnisse für die WEG-Verwaltung besitzt.
Zinsbindung
Zeitraum, für den Bank und Darlehensnehmer einen festen Sollzins vereinbaren.
Zinseszins
Zins auf bereits gutgeschriebene Zinsen, wenn Erträge nicht ausgezahlt, sondern mit dem Kapital wieder angelegt werden.
Zubehör
Bewegliche Sache, die dem wirtschaftlichen Zweck eines Grundstücks dient, ohne fester Bestandteil zu sein.
Zuschlag
Gerichtliche Entscheidung in der Zwangsversteigerung, mit der der Meistbietende das Eigentum erwirbt.
Zwangsversteigerung
Gerichtliches Verfahren, in dem ein Grundstück zur Befriedigung von Gläubigern versteigert wird.
Zwangsverwaltung
Zweckerklärung
Zweite Berechnungsverordnung
Verordnung über wohnungswirtschaftliche Berechnungen, die Aufbau und Ansätze der Wirtschaftlichkeitsberechnung regelt.

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